| Spezies Wombats (Vombatus ursinus platyrrhinus) sind ziemlich grosse, kräftig gebaute Beuteltiere mit einem untersetzten, runden, bärenähnlichen Körper, kleinen Ohren und Augen und einer grossen Nase. Wombats leben in selbstgegrabenen Höhlen, die sie in der Nacht zur Nahrungsaufnahme verlassen. Sie sind nagetierähnliche Beuteltiere, weil ihre Schneidezähne ebenso wie bei anderen Nagern durch Abnutzung geschärft werden und ständig nachwachsen. |
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gibt drei Arten von Wombats: Common Wombat Vombatus ursinus Northern Hairy-Nosed Wombat Lasiorhinus krefftii Southern Hairy-Nosed Wombat Lasiorhinus latifrons Common Wombats sind die grössten unter ihnen. Sie sind kräftig, untersetzt und schwanzlos. Ihr dickes, grobes Fell variiert in der Farbe von gelblich braun über grau bis schwarz. Die beiden anderen Spezies weisen längere Ohren, eine haarige Schnauze und ein weiches, samtiges Fell auf. |
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| Beschreibung Wombats erreichen im Durchschnitt eine Körperlänge von 1 Meter Länge und wiegen 27 kg, können aber in Einzelfällen bis 1,2 Meter Körperlänge und bis zu 35 kg aufweisen. Sie haben kurze Beine, grosse Tatzen mit langen, starken Krallen, mit denen sie vorzüglich graben können. Die Vordertatzen werden zum Graben benutzt und nachdem die Erde auf eine Seite geschoben wird, bewegt sich der Wombat rückwärts aus dem Gang raus. Dabei wird die lose Erde mit Vorder- und Hintertatzen verschoben. Im Unterschied zu allen anderen Beuteltieren verfügen Wombats über ein einzelnes Paar von oberen und unteren Frontzähnen. Diese beiden wurzellosen Frontzähne hören niemals auf zu wachsen, was durchaus Sinn macht, denn Wombats beissen sich sehr oft durch härtere Gegenstände, ähnlich einem Biber. Als Beuteltiere weisen die Weibchen bauchseitig einen Beutel auf, der allerdings gegen das Körperende geöffnet ist. So wird verhindert, dass während dem Graben Erde in den Beutel gelangt. Vermehrung und Aufzucht der Jungen Obwohl sich Wombats grundsätzlich während des ganzen Jahres fortpflanzen können, geschieht dies doch mehrheitlich in den Wintermonaten. Das Weibchen hat zwar zwei Brustwarzen in ihrem Beutel, dennoch kommt 30 Tage nach der Befruchtung nur ein Junges zur Welt. Das Kleine bleibt die nächsten 6 Monate im Beutel, danach bleibt es weitere 18 Monate bei der Mutter. Vom Zeitpunkt des Verlassens des Beutels ernährt sich das Jungtier neben der Muttermilch zunehmend von pflanzlicher Nahrung. Mit 2 Lebensjahren ist die Sexualreife erreicht, das durchschnittliche Lebensalter beträgt in der Wildnis zirka 5 Jahre. Als Folge der langen Abhängigkeit des Jungtiers von der Mutter, gebären diese nur etwa alle 2 Jahre. |
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Nahrung Wombats sind reine Pflanzenfresser, wobei einheimische Gräser die Hauptnahrungsquelle sind. Kräuter, Rinde, Wurzeln und Sträucher werden jedoch auch nicht verschmäht, während Moos eine Delikatesse darstellt. Beim Essen setzen Wombats die Vorderfüsse ertaunlich geschickt ein. Dabei nehmen sie mit einer Pfote die Nahrung auf und führen sie zum Mund. |
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| Lebensraum Wombats leben in Regionen von Seehöhe bis hoch hinauf in alpine Gebiete innerhalb Australiens. Sie bevorzugen allerdings küstennahes Buschland, Heideland und offene Wälder, wo es sich besser graben lässt. Diese Höhlen können bis 20 Meter lang sein und bis zu 2 Meter unter der Erdoberfläche verlaufen. Sie Verfügen über viele, untereinander verbundene Röhren und diverse Eingänge. In diesen Höhlen können mehrere «Nester» sein, die mit Ästen, Blättern und Gräsern ausgelegt sind. Lebensgewohnheiten Wombats sind mehrheitlich nachtaktiv, um so die Tageshitze zu umgehen. In kälteren Jahreszeiten können sie auch tagsüber beim grasen oder «sonnenbaden» beobachtet werden. Normalerweise grasen sie zwischen 3 und 8 Stunden in der Nacht und legen dabei mehrere Kilometer zurück. Dabei besuchen sie bis zu vier Höhlen innerhalb ihres Reviers, wo sie sich ausruhen und die Nester säubern. Obwohl Wombats grundsätzlich Einzelgänger sind ein Tier bewohnt eine Höhle führen Überschneidungen der Reviere dazu, dass mehrere Tiere die gleichen Höhlen benutzen. Um solche Revierüberschneidungen zu vermeiden, nehmen sie durchaus auch Drohgebärden ein und markieren ihre Gebiet mittels ihrem würfelförmigen Kot. Jedes neue Objekt innerhalb ihres Reviers wird dabei markiert, wobei die eigenartige Form des Dungs sicherstellt, dass dieser nicht wegrollt. |
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| Gegner
und Bedrohungen Der Rumpf des Wombats ist mit einer sehr zähen, dicken Haut umgeben. Werden Wombats bedroht, flüchten sie in eine nahe Höhle oder ein Loch und benutzen dabei ihren Rumpf als Schutz vor den Klauen und Zähnen ihres Angreifers. Eine sehr harte Hornplatte am Rumpfende stellt darüberhinaus eine wahres Schutzschild dar. Angreifer, die versuchen, innerhalb der Höhle über einen Wombat hinwegzuklettern, werden von diesem förmlich an den Höhlenwänden zerdrückt. Die natürlichen Feinde der Wombats sind Adler, Hunde und der Tasmanische Teufel. Weitaus mehr Gefahren gehen allerdings vom Menschen aus. Viele Tiere werden von Autos getötet. Stark dezimiert werden sie zudem von ausgelegten Giftködern, die Hasen und Wallabys vom Farmland fernhalten sollten. In den von Wombats gegrabenen Höhlen können zudem leicht Rinder einbrechen und sich dabei schwer verletzen, weshalb viele Farmer Wombats ganz gezielt jagen. Status Wombats stehen in allen Staaten unter Schutz. Dennoch werden sie im östlichen Teil Victorias als Plage angesehen und geniessen dort effektiv keinen Schutz. Vor allem die beiden «Hairy-Nosed»-Spezies gelten als vor dem Aussterben bedroht. Ein grösseres Schutzprogramm läuft derzeit unter Mithilfe der Regierungen von Queensland und des Commonwealth, wobei es auch darum geht, den Farmern Wege aufzuzeigen, wie sie zusammen in Eintracht mit den Wombats leben könnnen. |
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| Die Informationen zu den Wombats entstanden unter freundlicher Mithilfe von CALM (Department of Conservation and Land Management) sowie Perth Zoo. Dafür besten Dank. | ![]() |
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Fazit |
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