Tourart: Rad (Velo)
Tourname: „Cruising“

Dauer: 105 Tage (effektiv ganze Tage!)


Gesamtfahrdistanz: ca. 6350 km
Höhenmeter: Angabe folgt
Tourverlauf: siehe nebenstehende Karte
Start- / Zielorte:    Perth & Sydney


Die effektive Fahrtrichtung für eine bestimmte Tour ersehen Sie unter „Termine“.



Achtung:

Bedingt durch die eher lange Strecke und Zeitdauer der Reise kann diese auch in 2 Teilabschnitten befahren werden:

Von Perth nach Adelaide über 3530 km in 8 Wochen oder/und von Adelaide nach Sydney über .... km in 7 Wochen. Beachten Sie dazu die entsprechenden Hinweise unter "Leistungen, Termine, Preise" zur Fahrradreise "Cruising".


Detaillierter Tourverlauf:

1. Woche: Perth - Augusta (380 km)
Langsam und genüsslich gehen wir die erste Woche dieses Abenteuers an: In Cottesloe, einem Vorort von Perth direkt am Indischen Ozean beginnen wir die Reise und folgen diesem südwärts. Dabei lassen wir die dicht besiedelten Regionen schnell hinter uns und damit auch den Verkehr. Wir erkunden die längste Schiffsanlegestelle der südlichen Hemisphäre, degustieren köstliche Rebensäfte in der Weinanbauregion rund um Margaret River und steigen hinab in die wunderbare Welt eines unterirdischen Sees. Mit dem Cape Leeuwin nahe Augusta erreichen wir die Südspitze Westaustraliens. Hoch oben vom Leuchtturm beobachten wir, wie Indischer und Südlicher Ozean mit grosser Naturgewalt aufeinander treffen.

2. Woche: Augusta - Albany (415 km)
Nunmehr Ostkurs einschlagend geht es zum ersten Mal raus in weite, menschenleere Gegenden: Die anfänglich vorherrschenden Felder werden bald durch unendliche Wälder abgelöst, deren höchste Bäume Höhen von knapp 100 Metern erreichen. Ganz Mutigen steht es offen, einer dieser Riesen zu erklimmen, allen anderen steht wenig später die Erkundung der Baumwipfel auf hoch über dem Boden errichteten Stegen offen. Vorbei an kleinen malerischen Ortschaften verlassen wir die Wälder und stossen wieder ans Meer, wo wir südseeähnliche Traumbuchten und spektakuläre Küstenabschnitte mit Felsbrücken besuchen werden. Mit Albany erreichen wir eine lebenswerte Stadt mit vielen historischen Gebäuden. (inkl. 1 Ruhetag)

3. Woche: Albany - Esperance (505 km)
Nordwärts fahrend lassen wir die Stadt hinter uns und steuern auf die magisch am Horizont auftauchende Bergkette der Stirling Ranges zu. Zum ersten Mal gilt es einige Höhenmeter zu machen, wobei die Steigungen aber doch recht moderat sind. Bei passendem Wetter lockt die Möglichkeit zur Besteigung eines wahren Berges, dessen Spitze eine herrliche Aussicht bietet. Die Weiterfahrt auf verkehrsarmen Nebenstrassen führt uns durch unendliche Felder des Westaustralischen Weizengürtels. Aber bald schon tauchen die ersten Möwen auf, ein untrügliches Zeichen, dass wir uns erneut dem Meer nähern. Und damit auch Esperance, einer Stadt, die bezüglich ihren Traumstränden zu den Top-Destinationen in ganz Australien zählt. (inkl. 1 Ruhetag)

4. Woche: Esperance - Nullarbor Plain (400 km)
Wenn schon die gesamte Reise ein einmaliges Abenteuer ist, so ist die anstehende Durchquerung der Nullarbor Plain noch die absolute Steigerung dessen. Aber zunächst gilt es Esperance und damit auch das Meer zu verlassen und in zwei Etappen Norseman anzusteuern, das mit seinen knapp 900 Einwohnern die letzte Ortschaft für die nächsten gut 1200 km(!) sein wird. Das schmale, nach Osten führende Teerband wird für die nächsten 16 Tage unser treuer Begleiter sein und uns durch eine absolut faszinierende Landschaft führen, deren Kraft sich niemand entziehen kann. Nach einer Übernachtung auf einer Farm im Nirgendwo naht das erste dieser so typischen Roadhouses, von denen noch einige folgen werden. (inkl. 1 1/2 Ruhetage)

5. Woche: Nullarbor Plain (520 km)
Die unendliche Weite zieht uns definitiv in ihren Bann und schickt unser Bewusstsein auf seine ganz eigene, wunderbare Reise. Wir geben uns dem Rhythmus dieser Landschaft, der Natur mit samt Wetter und Wind hin. Ausser den wenigen Menschen, die hier draussen permanent leben, „erfährt“ kaum je ein Mensch diese Weite so intensiv und langanhaltend, wie wir dies tun werden. Die wenigen Roadhouses mit ihren oft kurligen Bewohnern sind dabei willkommene Abwechslung in einem sonst unbewohnten, wüstenähnlichen Gebiet. Weite Blicke vom Madura Pass, der Besuch einer historischen, langsam im Dünensand versinkenden Telegraphenstation oder ein Bad im Meer sorgen aber auch sonst für spannende Momente. (inkl. 1 Ruhetag)

6. Woche: Nullarbor Plain - Ceduna (490 km)
Mit der kleinen Häuseransammlung von Eucla verlassen wir auch Westaustralien. Mit der Grenze zu Südaustralien ändert sich auch das Landschaftsbild, das nun oft von hohen, steil ins Meer abfallenden Klippen geprägt ist. Wenig später erreichen wir das eigentlich namensgebende Kerngebiet der Nullarbor Plain. Die „baumlose Ebene“ macht hier ihrem Namen alle Ehre und so schweift der Blick über endloses Land. Mit der Rückkehr der Bäume stellen sich uns auch einige Hügel in den bis anhin eher ebenen Weg, die sich jedoch mit derart vielen Trainingskilometern einfach bewältigen lassen. Fast unmerklich tauchen die ersten Zäune und einzelne Farmen auf und dann ist es geschafft: Der an einer weiten Bucht liegende Küstenort Ceduna, wo wir zwei ganze Tage ruhen werden, wartet mit all seinen zivilisatorischen Annehmlichkeiten auf uns. (inkl. 1 Ruhetag)

7. Woche: Ceduna - Port Augusta (470 km)
Mit frischen Kräften nehmen wir gemeinsam die nächste Durchquerung in Angriff - die der Eyre Halbinsel. Weite Getreidefelder prägen das Landschaftsbild der kommenden Tage, einzig durchsetzt mit hohen Getreidesilos, die jeweils nach 40 bis 50 Kilometern am Horizont auftauchen und so die dazugehörenden kleinen Ortschaften ankünden, in denen scheinbar die Zeit stehen geblieben ist. Auch wenn wir auf unserer Weiterfahrt in den kommenden Wochen selten wirklich dicht besiedelte Gebiete durchfahren, so werden wir noch lange an diese dünn besiedelten Regionen mit ihren oft etwas sonderbaren, aber nicht minder liebenswerten Bewohnern zurück denken. Mit Port Augusta erreichen wir gleichzeitig auch wieder etwas mehr Zivilisation, wo wir seit langem unsere Vorräte aufstocken und unseren Körpern eine Pause gönnen können. (inkl. 1 Ruhetag)

8. Woche: Port Augusta - Adelaide (350 km)
Wieder ändert die Szenerie, denn unmittelbar nach Verlassen von Port Augusta überqueren wir einen kleineren Pass, der mit landschaftlichen Reizen alles andere als geizt. Mit dieser Überquerung tauchen wir ein in eine sehr liebliche Gegend, die geprägt wird von kleinen aber zugleich faszinierenden Orten, die für ländliche Regionen in Australien so typisch sind. Auf weiterhin verkehrsarmen Strassen lassen wir uns südwärts treiben bis wir nach Wochen seit unserem Start in Perth mit Adelaide wieder eine grössere Stadt erreichen. Eine Stadt allerdings, die dank ihrer Lage inmitten eines riesigen Parks sehr angenehm zu erkunden ist und uns mit ihren historischen Bauten und dem Botanischen Garten in ihren Bann zieht. (inkl. 2 Ruhetage)

 

- Ende / Anfang der möglichen verkürzten Touren mit 8, respektive 7 Wochen Dauer -


9. Woche: Adelaide - Mount Gambier (470 km)
Wehmütig verlassen wir die Kapitale Südaustraliens und wie so oft in Australien stehen wir nach nur kurzer Zeit inmitten von viel Natur. Von den Adelaide Hills bietet sich uns ein letzter Blick zurück über die Stadt, während vor uns zunächst weite Ebenen liegen, in denen wir mittels einer Fähre den mächtigen Murray River überqueren. Wenig später befinden wir uns wieder in Meeresnähe, wo wir Pelikane beobachten können. Kleine, liebliche Fischerorte wechseln sich mit weiten offenen Wiesen und später mit Wäldern ab, bevor in Mount Gambier tiefblaue Seen in längst erloschenen Vulkankratern darauf warten, von uns erkundet zu werden. Aber auch die Stadt selbst mit ihrem quirligen Leben verdient einen Besuch. (inkl. 1 Ruhetag)

10. Woche: Mount Gambier - Port Campbell (350 km)
Auf unserer Weiterfahrt werden wir immer wieder kleinere Fischerorte besuchen, die uns mit ihren malerischen Kulissen zu begeistern vermögen. Sowieso wird das Meer und die dazugehörende Küstenlandschaft zum zentralen Thema der kommenden Tage, denn diese werden ganz im Zeichen der Great Ocean Road stehen, einer Küstenstrasse, die zu Recht als eine der schönsten weltweit gilt. Ob Steilklippen, riesige Felsbögen oder malerische Sandstrände in einsamen Buchten - diese Region hält hinter fast jeder Kurve einen neuen Höhepunkt bereit. Für das Erkunden des Gebietes rund um die weltberühmten 12 Apostel lassen wir uns dann auch besonders viel Zeit. (inkl. 2 Ruhetage)

11. Woche: Port Campbell - Melbourne (340 km)
Aus tiefgrünen, verwunschenen Wäldern kommend geht es in schneller Schussfahrt wieder zurück ans Meer und damit auch durch malerisch gelegene Ferienorte an ruhigen Buchten. Am Cape Ottway mit einem der berühmtesten Leuchttürme Australiens lassen wir den Blick weit über das offene Meer schweifen. Noch einmal bäumt sich später die Great Ocean Road auf und überschüttet uns förmlich mit spektakulären Küstenverläufen und den dazugehörenden Ausblicken. Mit Torquay und später Geelong erreichen wir erste Städte, die uns gleichsam auf das näher kommende Melbourne einstimmen. Unsere dritte Grossstadt auf dieser Reise wartet wiederum mit einer völlig anderen, uns noch unbekannten Kulisse auf. Wir tauchen ein in das städtische Treiben und geniessen die wohl europäischte Stadt Australiens mit all ihren Facetten in vollen Zügen.

12. Woche: Melbourne - Gippsland (260 km)
Einmal mehr Kontraste pur: Gerade noch in der Millionenstadt stehend erleben wir nach nur relativ kurzer Fahrt die faszinierenden Naturschönheiten des Wilsons Promontory Nationalparks. Für zwei Tage tauschen wir für einmal Fahrrad- gegen Wanderschuhe und erkunden die bewaldeten Höhen und weissen Traumstrände mit ihren Felsformationen. Mit ein wenig Glück lassen sich hier selbst Wombats beobachten, die uns aus naheliegenden Gründen besonders nahe stehen. Zurück im Sattel durchfahren wir die letzten Ebenen, während am Horizont bereits die ersten Berge auftauchen. Ein untrügliches Zeichen, dass die Australischen Alpen näher kommen, die wir in den kommenden Tagen überqueren werden. (inkl. 4 Ruhetage)

13. Woche: Gippsland - Australische Alpen (440 km)
Nach und nach gelangen wir in eine Bergwelt, die nur die wenigsten von Australien erwarten würden und die auch Menschen begeistern kann, die die „richtigen“ Alpen kennen. In kleineren Etappen erklimmen wir ein erstes Mal die Höhenzüge, passieren dabei genauso alte, historische Holzfällerorte, wie auch eher moderne Skiresorts mit ausgefallener Architektur. Erstaunt nehmen wir zur Kenntnis, dass die omnipräsenten Eukalyptusbäume selbst widrigsten Klimabedingungen in grossen Höhen trotzen können. Wobei niemand vor den anstehenden Höhenmetern Sorge haben muss, denn wir lassen uns beim Erklimmen dieser Gefilde genügend Zeit.  (inkl. 1 Ruhetag)

14. Woche: Australische Alpen (315 km)
Mit dem Mount Buffallo Nationalpark erleben wir im wahrsten Sinne des Wortes einen weiteren Höhepunkt und lassen unseren Blick weit über die Region schweifen. Aber es kommt noch besser - und zugegeben auch etwas höher. Vorbei an einem Stausee rollen wir mit zunächst geringen Steigungen auf das eigentliche Kernland der Australischen Alpen zu. Es ist ein wenig wie die Ruhe vor dem Sturm, denn am Horizont türmen sich immer häufiger majestätische Höhenzüge und Berge auf. (inkl. 1 1/2  Ruhetage)

15. Woche: Australische Alpen - Canberra (255 km)

Auf unserem weiteren Weg gelangen wir zu einer Ebene, auf der unzählige Kängurus für kurze Zeit unsere direkten Nachbarn sein werden, bevor wir weiter auf dem Alpine Way tiefer in eine Bergregion vordringen werden, die mit ihren Naturschönheiten nur so um sich wirft. Absoluter Höhepunkt wird dann die Besteigung des höchsten Berges von Australien, dem Mount Kosziusko sein, den wir auf einer faszinierenden Rundwanderung bezwingen werden. Wir verabschieden uns aus dieser Bergwelt und rollen auf landschaftlich reizvollen Nebenwegen Richtung Canberra. (inkl. 2 1/2 Ruhetage)

 

16. Woche: Canberra - Sydney (445 km)

Canberra, die Hauptstadt Australiens, ist vollkommen am Reisbrett entworfen und präsentiert sich als eine der wenigen geplanten Städte der Welt dem Besucher. Von einem Aussichtspunkt aus werden wir die Stadtstruktur erkennen können, von wo aus auch das Parlamentsgebäude zu sehen sein wird, dass wir ausführlich besichtigen werden. Danach nehmen wir die letzten Etappen unter unsere Räder und erreichen den Pazifik, dem wir eine Weile lang nordwärts folgen. Ein letzter Nationalpark und schon bald wird die Natur von den ersten Ausläufern von Sydney langsam abgelöst, wo am berühmten Opera House unsere einmalige Reise zu Ende geht und ein jeder auf die in den letzten Wochen erbrachte Leistung stolz sein kann. (inkl. Transfer zum Hotel)