Tourart: Rad (Velo)
Tourname: „Touring“

Dauer: 42 Tage (effektiv ganze Tage!)


Gesamtfahrdistanz: ca. 4250 km
Höhenmeter: Angabe folgt
Tourverlauf: siehe nebenstehende Karte
Start- / Zielorte:    Perth & Sydney


 Die effektive Fahrtrichtung für eine bestimmte Tour ersehen Sie unter „Termine“.


Detaillierter Tourverlauf:

Legende: Hm - Höhenmeter / F - Frühstück / M - Mittagessen / A - Abendessen / CP - Caravan Park / B - Buschcamp


1. Tag: Perth - York (125 km)
Morgens kurzer Bus-Transfer vom jeweiligen Stadthotel in Perth nach Cottesloe am Indischen Ozean, wo das Abenteuer beginnt. Fahrt auf Nebenstrassen durch Perth mit letzten herrlichen Blicken auf die City und anschliessendem Erklimmen der Perth Hills. Die Metropole und den Verkehr hinter uns lassend weiter durch Farmland nach York. (M/A-CP)

2. Tag: York - Corrigin (135 km)
In nur ganz leicht gewelltem Gelände geht es weiter westwärts auf Strassen mit sehr wenig Verkehr durch unendlich scheinende Getreidefelder. Schon fast ein Muss ist ein Halt beim Hundefriedhof mit seinen faszinierenden Gräbern. (F/M/A-CP)

3. Tag: Corrigin - Wave Rock (115 km)
Leere Strassen, nur ab und zu ein Farmhaus oder einige Getreidesilos und weiterhin unendliche Felder begleiten uns heute auf unserer Fahrt. Am Tagesziel kurz nach der Ortschaft Hyden erwartet uns der berühmte „Wave Rock“, eine riesige steinerne Welle. (F/M/A-CP)

4. Tag: Wave Rock - Lake King (125 km)
Nach Besichtigung des „Hyppo Yawn“, einem Felsen der einem weit aufgerissenen Maul eines Nilpferdes gleicht, schlagen wir einen südlichen Kurs ein, um in einem völlig kleinen Ort unser Nachtlager aufzuschlagen. Vor dem Schlafen steht aber noch der Besuch eines für Australien so typischen "Outback-Pub" auf dem Programm. (F/M/A-CP)

5. Tag: Lake King - Ravensthorpe (130 km)
Mit Ravensthorpe erreichen wir eine kleine Ortschaft, die als Versorgungszentrum für die Farmer der Region dient. Pub, Tankstelle, Postamt, Laden und mehr als zwei sich kreuzende Strassen geben uns nach Tagen der Einsamkeit schon fast ein Gefühl von Gross-Stadt. (F/M/A-CP)

6. Tag: Ravensthorpe - Esperance (130 km)
Zum ersten Mal auf dieser Tour geht es auf den Highway Number 1, der ganz Australien umrundet. Wobei Highway relativ ist, denn die Verkehrsdichte bleibt gering. In Esperance stossen wir auf den Great Southern Ocean. (F/M/A-CP)

7. Tag: Esperance - Ruhetag
Esperance gilt als der Ort mit den schönsten Stränden in ganz Australien. Wir befahren per Bus oder Rad die Küstenstrasse, die herrliche Ausblicke über die Küste bietet und geniessen die Annehmlichkeiten des lebendigen Ortes. (F-CP)

8. Tag: Esperance - südlich Norseman (130 km)
Mit neuen Kräften geht es nordwärts, wobei wir einen ersten Eindruck der Weite und Einsamkeit erhalten, die uns während den nächsten Tagen begleiten wird. Aber noch hat es immerhin abgelegene Farmen und kleinste Ortschaften.  (F/M/A-B)

9. Tag: südlich Norseman - östlich Norseman (135 km)
Nach kurzer Fahrt erreichen wir Norseman, das für die kommenden 1200 Kilometer die letzte Ortschaft bis Ceduna sein wird. Hier beginnt dann auch das wahre Abenteuer: Auf dem Eyre Highway nehmen wir die Durchquerung der Nullarbor Plain in Angriff. (F/M/A-B)

10. Tag: östlich Norseman - Balladonia Roadhouse (125 km)
Das Asphaltband vor uns, links und rechts Buschland und vielleicht nur alle Stunde ein anderes Fahrzeug. Am Ende der Etappe taucht dann unser erstes Roadhouse auf, von denen in den nächsten Tagen noch einige folgen werden. (F/M/A-CP)

11. Tag: Balladonia Roadhouse - westlich Caiguna Roadhouse (135 km)
Das Buschland wird offener, eine letzte leichte Rechtskurve und dann geht es auf die mit 146,6 km längste gerade Strasse Australiens. Unsere nächtlichen Buschcamps werden einsamer, der Sternenhimmel über uns immer eindrücklicher. (F/M/A-B)

12. Tag: westlich Caiguna Roadhouse - Cocklebiddy Roadhouse (110 km)
Wer heute die erste Linkskurve nach zwei Tagen verpasst, landet direkt vor dem Caiguna Roadhouse. Diese Tankstellen im Nirgendwo werden in den nächsten Tagen zu willkommenen Fixpunkten in unserem Tagesablauf. (F/M/A-CP)

13. Tag: Cocklebiddy Roadhouse - Madura Roadhouse (90 km)
Es warten etwas mehr Kurven als gestern und die mässige Steigung zum Madura-Pass heute auf uns, wo wir an der Abbruchkante stehend unseren Blick über das unendliche Land schweifen lassen können. (F/M/A-CP)

14. Tag: Madura Roadhouse - westlich Mundrabilla Roadhouse (115 km)
Die Abbruchkante neben uns lassend durchfahren wir eine Ebene und freuen uns auf das nahende Mundrabilla Roadhouse, wo schon fast traditionell ein Eis geschleckt werden muss. Ein weiteres Camp mitten im Busch vervollständigt den Tag. (F/M/A-B)

15. Tag: westlich Mundrabilla Roadhouse - Eucla (65 km)
Eine kurze Etappe wartet auf uns und so ist es ein leichtes die kurze Steigung nach Eucla hinauf zu meistern. Nach Tagen der Einsamkeit wirkt Eucla mit seinen 100 Häusern schon fast wie eine Grossstadt auf uns. (F/M/A-CP)

16. Tag: Eucla - Ruhetag
Heute lassen wir die Beine baumeln, besuchen die historische Telegraphenstation, die langsam von den Dünen verschluckt wird und geniessen an der alten Landungsbrücke die Wellen des Grossen Südlichen Ozeans. (F/M/A-CP)

17. Tag: Eucla - westlich Nullarbor Roadhouse (120 km)
Go East - mit nur einer Strasse ist auch heute ein Verfahren nicht möglich. Wir überqueren die Grenze zu South Australia und bestaunen von diversen Aussichtspunkten die steilen Klippen und das wild tosende Meer. (F/M/A-B)

18. Tag: westlich Nullarbor Roadhouse - westlich Yalata (130 km)
„Nullarbor“ bedeutet keine Bäume und so sieht es dann auch ab dem Nullarbor Roadhouse tatsächlich für einige Kilometer auch wirklich aus. Bleibt nur zu hoffen, dass speziell in diesem Abschnitt der Wind von hinten blasen möge. (F/M/A-B)

19. Tag: westlich Yalata - östlich Nundroo Roadhouse (155 km)
Zum ersten Mal seit Tagen wird das Gelände wieder hügeliger, links und rechts der Strasse säumt dichtes Buschwerk das oft unendlich wirkende Teerband. Noch einmal geniessen wir die Abgeschiedenheit dieser eindrücklichen Landschaft. (F/M/A-B)

20. Tag: östlich Nundroo Roadhouse - Ceduna (120 km)
Schon fast wehmütig erreichen wir die ersten Farmen und passieren wenig später die kleine Ortschaft Penong mit ihren unzähligen landestypischen Windrädern, um dann mit Ceduna nach vielen Tagen wieder Zivilisation zu erreichen. (F/M/A-CP)

21. Tag: Ceduna - Ruhetag
Nachdem Mensch und Material gepflegt wurden, geniessen wir die Annehmlichkeiten der Zivilisation: Ob ein Bad im Meer, ein wenig Shopping, ein kühles Bier auf der Terasse des Pubs mit Blick übers Meer in den Sonnenuntergang - wir lassen es uns einfach nur gut gehen. Der Tag gilt zudem als Puffer, sollte die Nullarbor-Durchquerung aus unvorhergesehenen Gründen (Gegenwind...) etwas länger gedauert haben. (F-CP)

22. Tag: Ceduna - Ruhetag
Gleiches Programm wie gestern, einfach noch mit etwas mehr relaxen. Oder wir besuchen eine Auffangstation für verletzte Tiere, wo wir auf Wombats und Kängurus treffen, die wieder aufgepäppelt werden.  (F-CP)

23. Tag: Ceduna - Poochera (140 km)
Weiter geht es ostwärts auf dem Highway Nummer 1 quer über die Eyre-Halbinsel. Wieder sind es Getreidefelder, die das Bild bestimmen, aufgelockert von kleinsten Ortschaften, wo es scheint, dass die Zeit stehen geblieben ist.  (F/M/A-CP)

24. Tag: Poochera - Koongawa (115 km)
Die kleinen Orte scheinen sich zu gleichen: Schachbrettmusterartig angelegte Strassen, eine Eisenbahnlinie und die riesigen, weissen Getreidesilos, die uns jeweils schon von weitem begrüssen. Und dazwischen einfach Einsamkeit pur. (F/M/A-CP)

25. Tag: Koongawa - westlich Iron Knob (110 km)
 „Go East“ oder besser „Drive East“ heisst es auch heute, wobei wir mit Kimba den Ort erreichen, der sich offiziell als Halbzeitpunkt zwischen Perth und Sydney oder der West- und der Ostküste Australiens nennt. (F/M/A-B)

26. Tag: westlich Iron Knob - Port Augusta (100 km)
Den Minenort Iron Knob rechts liegen lassend schweift nur wenig später unser Blick über den Spencer Gulf, die Meeresbucht, an welcher unser Tagesziel Port Augusta liegt, das wir nach einer langen Abfahrt zügig erreichen. (F/M/A-CP)

27. Tag: Port Augusta - Wirrabara (95 km)
Vorbei an Salzseen verlassen wir schnell einmal den Augusta Highway und damit auch den Verkehr. Stattdessen überqueren wir auf kleinen, gewundenen Strassen einen Pass und durchfahren schmucke Ortschaften inmitten weiter Felder. (F/M/A-CP)

28. Tag: Wirrabarra - Burra (115 km)
Es scheint, als wäre die Zeit stehengeblieben. Diesen Eindruck könnte man beim Betrachten der Ortschaften und Farmen bekommen, die auf unserem Wege liegen. So entspannt der Eindruck, so verkehrsarm sind auch die Strassen. (F/M/A-CP)

29. Tag: Burra - Waikerie (120 km)
Eine liebliche Landschaft mit nur leichten Erhebungen prägt auch heute das Bild. Nach all den Grün, Braun- und Rottönen der vergangenen Tage stellt der mächtige Murray River heute jedoch eine willkomemene Abwechslung dar. (F/M/A-CP)

30. Tag: Waikerie - Renmark (85 km)
Die Landschaft wird geprägt vom Fluss und den damit bewässerten landwirtschaftlichen Flächen. Dank eher kurzer Etappenlänge bleibt genügend Zeit das lebendige Renmark mit seinen schönen Strassenzügen zu besichtigen. (F/M/A-CP)

31. Tag: Renmark - Mildura (145 km)
Nach nur wenigen Kilometern steht heute die Überquerung der Grenze zu New South Wales, dem nächsten und zugleich letztem Bundesstaat unserer Reise an. In Mildura angekommen freut sich wohl ein jeder über den morgigen Ruhetag. (F/M/A-CP)

32. Tag: Mildura - Ruhetag
Der Murray River ist einer der wenigen schiffbaren Flüsse Australiens, was bietet sich folglich mehr an, als eine Rundfahrt auf einem der herrlich restaurierten Raddampfer. Und dann ab in die Stadt, wo die Pubs und Kneipen auf uns warten. (F/M/A-CP)

33. Tag: Mildura - Balranald (155 km)
Die Königsetappe steht an, zumindest was die Länge betrifft. Schlagartig nimmt die Dichte der Ortschaften ab und damit auch die Möglichkeiten fürs Übernachten. Denn viel eingezäuntes Land verhindert jegliches freie Campieren im Busch. (F/M/A-CP)

34. Tag: Balranald - Hay (125 km)
Ähnliche Landschaft wie gestern und noch weniger Ortschaften, nämlich schlicht keine auf der ganzen heutigen Etappe. Stattdessen unendliche Weiten links und rechts der verkehrsarmen Strasse mitten im Nirgendwo. (F/M/A-CP)

35. Tag: Hay - Goolgowi (110 km)
Wiederum durchfahren wir unendliche Weiten, durchfahren aber immerhin zwei kleine Nester. Spätestens mit dem Erreichen der dichter bewohnten Gebiete rund um Sydney in einigen Tagen werden wir uns wehmütig daran zurückerinnern. (F/M/A-CP)

36. Tag: Goolgowi - West Wyalong (145 km)
Meter für Meter nähern wir uns dem wieder dichter besiedelten Osten des Landes. Wobei dichter in diesem Fall relativ ist, denn noch herrscht viel Weite vor. (F/M/A-CP)

37. Tag: West Wyalong - Grenfell (100 km)
Das mehrheitlich flache Gelände und die gewohnt guten Strassen erlauben ein zügiges Vorankommen, zumal niemand über fehlende Trainingskilometer klagen kann. Derart vergeht die heutige Etappe schon fast wie Fluge. (F/M/A-B)

38. Tag: Grenfell - Carcoar Dam (120 km)
Mit Cowra durchfahren wir heute bereits die erste kleinere Stadt, das Gelände wird erstmals seit langem wieder hügeliger. Ein letztes Mal bietet sich für uns die Gelegenheit inmitten der Natur an einem See zu übernachten. (F/M/A-B)

39. Tag: Carcoar Dam - Bathurst (65 km)
Durch eine herrliche Umgebung geht es weiter ostwärts, bevor mit Bathurst eine weitere pulsierende Kleinstadt erreicht ist. Die Etappe ist dabei bewusst kurz gehalten, denn am morgigen Tag gilt es einige Höhenmeter zu machen. (F/M/A-CP)

40. Tag: Bathurst - Katoomba (100 km)
Sydney will erobert sein! Die Natur hat uns in Form der Blue Mountains ein zwar schönes Hindernis in den Weg gelegt, dieses will aber erst einmal erklommen sein. Die herrliche Landschaft lässt uns aber diese Anstrengung vergessen. (F/M/A-CP)

41. Tag: Katoomba - Ruhetag
Ob zu Fuss, dem Rad oder per Bus, die Blue Mountains bieten unzählige Möglichkeiten, diesen Ruhetag zu verbringen. Dieser Tag bildet zudem einen Puffer, um einen allfälligen Rückstand aufholen zu können. (F/M/A-CP)

42. Tag: Katoomba - Sydney (115 km)
Ein letztes Mal auf den Sattel schwingen und nach einer langen Abfahrt aus den Blue Mountains heraus liegt die Millionenstadt Sydney vor uns. Ganz legal auf der Autobahn(!) fahrend, steuern wir das Olympische Zentrum an. Eine letzte Pause und nach einigen Kurven stehen wir am Ziel: dem berühmten Opernhaus. Die Durchquerung Australiens ist geschafft! (F/M)